Informationsabend über Studien und Berufe im KAE

Über 400 Interessenten bereiteten Zukunft vor

Artikel erschienen im Grenz-Echo am 16.02.08.

Am vergangenen Dienstagabend fand in den Räumen des Athenäums Eupen der alljährliche Informationsabend über Studien und Berufe statt. Der Minister für Unterricht und Forschung Oliver Paasch stattete der Veranstaltung einen Besuch ab.

Seit mehr als 25 Jahren veranstaltet der Förderverein des KAE diesen Informationsabend. Das Besondere dabei ist, dass er sich an alle Schüler der Oberstufe aller Schulen der DG und der angrenzenden Gemeinden richtet. Diese Öffnung wählten die Organisatoren bewusst. Der Abend möchte sich im Rahmen der Berufsinformationswochen positionieren, in deren Verlauf Initiativen des Arbeitsamts der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der PMS-Zentren, des IAWM und der Jugendinformationszentren der DG gestartet werden.

»Wir hatten festgestellt, dass mancher Abiturient bei der Abschlussfeier noch keine konkrete Vorstellung über seine spätere Studienrichtung hatte«, so ein Mitglied des Arbeitskreises. Dass die Jugendlichen sich also aktiv mit dieser Thematik auseinandersetzen, ist den Organisatoren Belohnung genug für ihre unermüdliche Anstrengung im Dienste der hiesigen Jugendlichen.

Vertreter von rund 30 Universitäten und Hochschulen aus Belgien und dem benachbarten Ausland informierten über ihr aktuelles Ausbildungsangebot. Professionelle Berater und mehr als 30 Berufsvertreter standen den Jugendlichen und ihren Eltern Rede und Antwort. Und nicht zuletzt erteilten hiesige Studenten Auskünfte über Bereiche wie Unterricht, Arbeitsmethoden und studentische Traditionen.

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Auch Unterrichtsminister Oliver Paasch (2.v.r.) erkundigte sich bei Karl-Heinz Hergenhahn (rechts), der für die Deutsche Sporthochschule Köln informierte.

Gerade dieser vielfältige Mix scheint bei den Besuchern anzukommen, was die stetig steigenden Besucherzahlen unterstreichen. In diesem Jahr konnte der Förderverein über 420 Besucher willkommen heißen und damit einen enormen Zuwachs im Vergleich zur vorigen Ausgabe verbuchen. Unter den Gästen befanden sich über 100 Schüler aus der Eifel, die den kostenlosen Bustransfer zur Veranstaltung wahrnahmen. Zum ersten Mal waren die Universität Maastricht und die Deutsche Sporthochschule Köln zum Athenäum gekommen. Erst die richtigen Kontakte ermöglichen es, eine solch breite Palette von Institutionen nach Eupen zu lotsen. So diente zum Beispiel der in Eupen wohnhafte Professor Doktor Franz Palm, Dozent an der Universität Maastricht, als Brückenkopf zu seinem Institut. Begleitet wurde er am Abend von zwei weiteren Mitarbeitern. Die Uni Maastricht erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei ostbelgischen Studenten.

Der Eupener Sportdozent Karl-Heinz Hergenhahn informierte für die Deutsche Sporthochschule Köln. Die Besucher konnten von ihm erfahren, dass angehende Studenten bereits nach erfolgreichem Abschluss des fünften Jahres in der Sekundarschule an der Sporteignungsprüfung teilnehmen können. Aus den verteilten Unterlagen wurden die nicht zu unterschätzenden Leistungsanforderungen ersichtlich, denen der Anwärter auf einen Studienplatz in Köln an nur einem Tag genügen muss.

Eine sichtlich zufriedene Schulleitung konnte den Unterrichtsminister durch die Veranstaltung begleiten. Dass Oliver Paasch sich nach dem derzeitigen Studieninhalt im Fachbereich Jura bei der Universität Namur erkundigte, nahm die Schulleitung mit Schmunzeln zur Kenntnis. Ob der Minister sich auch für ein Brückenstudium interessierte, wollte die Schulleitung allerdings nicht verraten!

Die Auswertung der Umfrage bei den Besuchern und eine Evaluation durch die Aussteller werden dem Arbeitskreis, der bereits jetzt über weitere Anstrengungen für die nächste Ausgabe des Informationsabends nachdenkt, als Basis dienen. Oliver Paasch bot dem Arbeitskreis bei der Bemühung, noch weitere Institutionen für die hiesigen Schüler nach Eupen zu locken, seine Unterstützung an.

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Die Universität von Namur war durch zwei Eupener vertreten: der Jurist Robert Queck (rechts) und der Physiker Robert Sporken