Studien-Info-Börse am Dienstag im Königlichen Athenäum Eupen

Nicht nur RWTH Aachen erstmals dabei

Von Elli Brandt

Eupen

Abitur und was dann? Informationen in Sachen Berufswahl und Studium gibt es vielerorts. Besonders kompakt gibt es sie bei der alljährlichen Studien-Info-Börse im Königlichen Athenäum Eupen. Der diesjährige Infoabend hat einiges an Neuem zu bieten. Er findet am kommenden Dienstag, 2. Februar, in der Zeit von 19 bis 21.30 Uhr statt.

Seit fast 20 Jahren bietet das Athenäum diesen Service allen Schülerinnen und Schülern der Deutschsprachigen Gemeinschaft an. »Auch Schüler aus den Nachbargemeinden finden den Weg zu uns und sind willkommen«, ergänzen Jean-Pierre Müller, beigeordneter Schulleiter, und Jean De Dijcker, Präsident des Fördervereins. Ganz allmählich hat sich der Informationsabend zu einer richtigen Info-Börse entwickelt. »Rund 500 Besucher fanden sich im vergangenen Jahr ein«, erzählt Jean-Pierre Müller. Mittlerweile dehne sich die Börse über 80 Prozent der Klassenräume aus.

Die Börse ist immer umfangreicher geworden. In diesem Jahr wird es nicht nur Informationsstände, sondern auch Vorträge geben. Der Infoabend dauert eine halbe Stunde länger als bisher. Neue Berufe stellen sich vor, und alle Fragen zu diesen Berufen beantworten Gäste, die den Beruf selbst ausüben. So werden zum Beispiel ein Tierarzt, eine OP-Schwester, die auf der Intensivstation arbeitet, Fragen der Schüler beantworten. Ein Web-Designer ist dabei und zum ersten Mal ist der Architekten- und Innenarchitektenberuf umfangreich vertreten.

»Neu in diesem Jahr ist auch, dass die Schüler des dritten Jahres eingeladen sind«, sagt Jean-Pierre Müller. »Man kann nicht früh genug anfangen, sich über den späteren Berufsweg Gedanken zu machen.« Das käme nicht nur den Schülern, sondern auch den Lehrern zugute. Wer weiß, welchen beruflichen Weg er einschlagen will, der wählt seine Leistungskurse entsprechend, ist ein besonders aktiver und engagierter Schüler.

artikel bild 2010 1Jean De Dijcker, Präsident des Fördervereins, und der beigeordnete KAE-Direktor Jean-Pierre Müller (rechts) stellten die Neuheiten der Studien-Info-Börse vor.

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Die Universität von Namur war beim letzten Studieninfotag im Athenäum durch zwei Eupener vertreten: der Jurist Robert Queck (rechts) und der Physiker Robert Sporken.

Neben Berufsvertretern stehen Studenten den Schülern Rede und Antwort. Die Fragen dürften mannigfaltig sein, ob es um den Preis der Studentenbude geht oder um die interessantesten Kneipen am Studienort. Und die Studenten, die Englisch, Chinesisch und Arabisch studieren, werden sich sicher ausfragen lassen, warum sie sich gerade für diese Sprachen entschieden haben.

»Alle Universitäten und Hochschulen Belgiens sind an diesem Abend umfassend vertreten«, versichert der beigeordnete Schulleiter. Aber auch die Sporthochschule Köln ist dabei und die Uni Maastricht. Das Besondere in Maas

tricht ist, dass alles in Englisch unterrichtet wird. In diesem Jahr ist auch die RWTH Aachen mit umfassenden Informationen vertreten. »Die RWTH hatte sich an das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft gewandt, mit der Bitte, sich an den Schulen in Ostbelgien vorstellen zu dürfen«, erzählt Jean-Pierre Müller. Die Gelegenheit nutzte das Athenäum, um die Aachener auf seine Veranstaltung aufmerksam zu machen. Jetzt bietet die RWTH am Dienstag eine umfassende Vortragsreihe rund um Studium und Beruf an, informiert über Bewerbung und Einschreibung an einer deutschen Hochschule.

In den vergangenen Jahren sei von Schülern der Wunsch nach Informationen über den Beruf Flugzeugmechaniker und Monteur für Flugzeugtechnik geäußert worden. »In diesem Jahr stellt sich am Info-Abend die Europäische Bildungswerk Stichting vor, die diese Ausbildung in unmittelbarer Nähe zum Maastrichter Flughafen anbietet« so Jean-Pierre Müller. Wunschlos glücklich sind die Veranstalter offenbar immer noch nicht. »Die Fachhochschule Aachen hätten wir noch gerne dabei und auch die Fachhochschule Köln«, heißt es. »Und wir würden uns freuen, wenn noch mehr Eltern und Lehrer kämen.«

Quelle : Grenz-Echo.net